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	<title>nitzsche.info/ &#187; Projektmanagement</title>
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	<description>Webdesign, Webentwicklung und Beratung</description>
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		<title>Qualität (Folge 1): Briefing und Vorbereitung</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 01:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit das fertige Ergebnis eines Web-Projekts sich sehen (und auch überprüfen) lassen kann, muss auf vieles geachtet werden. Ein kleiner Teil, der oft vernachlässigt wird, ist das Briefing der Freelancer. Wie oft habe ich schon einfach nur eine JPEG-Datei geschickt bekommen, in der Annahme, ich könnte daraus jetzt ablesen, was konzeptionell ursprünglich gedacht war. Oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit das fertige Ergebnis eines Web-Projekts sich sehen (und auch überprüfen) lassen kann, muss auf vieles geachtet werden. Ein kleiner Teil, der oft vernachlässigt wird, ist das Briefing der <span xml:lang="en">Freelancer</span>. Wie oft habe ich schon einfach nur eine <abbr title="Joint Photographic Experts Group" xml:lang="en">JPEG</abbr>-Datei geschickt bekommen, in der Annahme, ich könnte daraus jetzt ablesen, was konzeptionell ursprünglich gedacht war. Oft stößt man auch auf organisch gewachsene, völlig chaotische Photoshop-Dateien – nicht selten benötigt man Stunden, um die benötigten Informationen aus den Dateien zu isolieren.</p>
<ul>
<li>Welche Bereiche sind klickbar?</li>
<li>Wie passt sich die Seite an die Bildschirmauflösung des Benutzers an?</li>
<li>Welche Bereiche müssen so realisiert werden, dass sie mühelos pflegbar sind?</li>
<li>Und, bei Web-Applikationen besonders wichtig, welche Bereiche müssen dynamisch geändert werden können?</li>
</ul>
<p>Wer allerdings einmal richtig verdutzte Gesichter bei seinem Kunden sehen möchte, sollte nach etwas wie einem <span xml:lang="en">Styleguide</span> fragen. Wenn überhaupt, existiert ein <span xml:lang="en">Styleguide</span> für das grobe <span xml:lang="en">Corporate Design</span>, für das Logo und vielleicht die Typografie nicht aber für die Feinheiten der verschiedenen elektronischen Medien. Und selbst das nur bei großen Konzernen. Dabei ist gerade der <span xml:lang="en">Styleguide</span> (und wenn er noch so kompakt ist) unerlässlich für die Einhaltung von Konventionen – und Konsistenz ist einer der Eckpfeiler einer exzellenten <span xml:lang="en">User Experience</span>.</p>
<p>Die Folge eines schlechten <span xml:lang="en">Briefings</span> oder unzureichender Vorbereitung ist deutlicher Verlust an Qualität des Endprodukts. In meinem Bereich, dem <span xml:lang="en">Frontend</span> beispielsweise, bedeutet ein schlechtes <span xml:lang="en">Briefing</span> oder eine unzureichende Vorbereitung des Arbeitsmaterials, dass die Arbeitsergebnisse vom Kunden iterativ stark korrigiert werden müssen, oder dass zumindest durch eine rege, zeitaufwändige Kommunikation etwaige Missverständnisse im Vorhinein aus der Welt geschafft werden müssen. All das geht vom Zeitbudget ab, dass ursprünglich für die Produktion vorgesehen war. Natürlich stehe ich für die Qualität meiner Arbeit und setze mich dafür ein, sie auch unter widrigen Umständen konstant aufrecht zu erhalten. Weicht durch Abstimmungsprobleme oder ein ungenaues <span xml:lang="en">Briefing</span> jedoch der realistische Aufwand zu stark von der ursprünglichen Einschätzung ab, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Nachkalkulation oder Qualitätseinbußen. Und im ersten Fall muss der Kunde zusätzlich noch eine spätere Lieferung der Arbeitsergebnisse in Kauf nehmen.</p>
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		<title>Workflow (Folge 1): Fragen Sie Ihre Entwickler!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 11:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Nitzsche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[Unglückliche Entwickler überall – demotiviert, genervt und oft auch gelangweilt. Und dabei wäre es so einfach! Mindestens ebenso sehr an der Entwicklung einer Webseite beteiligt, wie der Kreative, ist der Entwickler. Konzeptionelle und kreative Phasen sind im Projekt hoch angesehen, die Ergebnisse dieser Phasen sind oft in Stein gemeißelt, während die Umsetzung nicht selten zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglückliche Entwickler überall – demotiviert, genervt und oft auch gelangweilt. Und dabei wäre es so einfach! Mindestens ebenso sehr an der Entwicklung einer Webseite beteiligt, wie der Kreative, ist der Entwickler. Konzeptionelle und kreative Phasen sind im Projekt hoch angesehen, die Ergebnisse dieser Phasen sind oft in Stein gemeißelt, während die Umsetzung nicht selten zur Sklavenarbeit unter Vernachlässigung des gesunden Menschenverstands wird.</p>
<p>Folgendes Szenario ist nicht nur wenig unrealistisch, sondern darüber hinaus auch keine Ausnahme:</p>
<ol>
<li>Der <span xml:lang="en">Art Director</span> gestaltet für einen Neukunden verschiedene Layoutvarianten.</li>
<li>Der <span xml:lang="en">Creative Director</span> mag die Layouts, sie werden präsentiert.</li>
<li>Dem Marketingleiter auf Kundenseite gefallen die Layouts, er wählt eins aus und ist ab sofort verliebt.</li>
<li>Das Entwicklerteam, das nun mit der Umsetzung beschäftigt wird, erhält das Layout.</li>
</ol>
<p><em>Bis hierher klingt das normal, oder?</em> Der größte Fehler ist allerdings schon geschehen!</p>
<p>Nun beginnt der zweite Akt der Tragödie … nach und nach fallen den Entwicklern, die nun unter starkem Zeitdruck an der Umsetzung arbeiten, Probleme mit dem Layout auf, das sich so nicht exakt umsetzen lässt. Da der Launch kurz bevorsteht, beginnt die „Frickelei“.</p>
<p>An dieser Stelle ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen! Die Entwickler sind frustriert, weil sie gezwungen werden, das Projekt weit unter ihrem eigentlichen Qualitätsstandard umzusetzen, was marginale Korrekturen des Layouts in einer früheren Phase des Projekts überflüssig gemacht hätten – nun will es aber der Kunde <strong>genau</strong> so, wie er es auf dem Layout gesehen hat. Die „Frickelei“ kostet das Projekt <span xml:lang="en">Code</span>-Qualität, es wird schwer pflegbar, denn unter Zeitdruck sind die Projektkomponenten, die am stärksten leiden, die <abbr title="Quality Assurance" xml:lang="en">QA</abbr> und die Dokumentation. Und, was langfristig natürlich wesentlich schlimmer ist: es kostet die Motivation und das Engagement der Entwickler.</p>
<p>Versucht man nun, dem Kunden eben jene marginalen Layout-Korrekturen stillschweigend unterzuschieben, die man vor der Präsentation ohne weiteres hätte vornehmen können, wird er es im schlimmsten Fall bemerken, bemängeln und auf korrekte Umsetzung bestehen. Hier beginnt nun auch die Unzufriedenheit des Kunden – und sie wird sich bis zum Launch weiter steigern.</p>
<h2>Lösung</h2>
<p>Das Entwicklungsteam muss früher in das Projekt integriert werden. Es bietet sich an, einen oder mehrere Entwickler bereits in der Endphase der grafischen Konzeption einzubinden. So kann vermieden werden, dass <span xml:lang="en">Features</span>/<span xml:lang="en">Gimmicks</span> vorgestellt werden, die in der Entwicklung zu einer Katastrophe werden. Setzt die Agentur das Projekt nicht selbst um, kann sie sich um ein Gutachten zur technischen Machbarkeit durch einen unabhängigen, freien Experten bemühen, oder den Partner um ein Urteil bitten, der im Anschluss an die Konzeption mit der Umsetzung betraut wird.</p>
<h3>Vorteile</h3>
<p>Gleichzeitig zur Lösung des initial geschilderten Problems bietet diese Vorgehensweise noch weitere Vorteile:</p>
<ol>
<li>Grafiker sammeln im Gespräch mit Entwicklern Erfahrung und bilden eine Basis, auf der sie später die technische Machbarkeit ihrer Ideen selbst (eingeschränkt) beurteilen können.</li>
<li>Entwickler können Möglichkeiten aufzeigen, wie man die Umsetzung eines Layouts drastisch vereinfachen kann und dabei auf keine grafische Komponente verzichten muss – oft entstehen Probleme durch Überlagerung, Ausrichtung, Verschachtelung oder Positionierung.</li>
<li>Entwickler können <span xml:lang="en">Features</span> vorschlagen, die sich die Grafiker aus der vagen Ahnung heraus, es könnte in der Umsetzung Probleme geben, nicht getraut hat, in das Layout zu integrieren.</li>
</ol>
<h3>Ergebnis</h3>
<p>Das Ergebnis ist eine Win-Win-Situation:</p>
<ul>
<li>Der Kunde ist zufrieden, wurde nicht getäuscht und nimmt das Projekt exakt in dem Zustand ab, in dem er es erwartet hat.</li>
<li>Die Agentur ist zufrieden, weil der Zeitplan eingehalten wurde, die Kalkulation aufgeht und die Marge hoch ist.</li>
</ul>
<p>Bitte verstehen Sie diesen Vorschlag nicht als Plädoyer für simple Layouts oder faule Entwickler. Ich gehe natürlich davon aus, dass die hier erwähnten Entwickler technisch fähig und in der Lage sind, die Machbarkeit eines Projekts fachlich kompetent einzuschätzen. Die Unlust, ein bestimmtes <span xml:lang="en">Feature</span>/<span xml:lang="en">Gimmick</span> umzusetzen, darf niemals als Grund dienen, eine Empfehlung gegen die Integration eines solchen <span xml:lang="en">Features</span>/<span xml:lang="en">Gimmicks</span> auszusprechen.</p>
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